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web'Galerie Voigt Edition

Frankreich F - 32320 Bassoues , Grande Rue
technische Infos Bleisatz Lichtdruck Lithographie Startseite

Lichtdruck - Prozessbeschreibung vorwärts
Vorbemerkung
Farbübertragung
Die Druckkennlinie
wichtigste Druckparameter
praktische Grenzen
mathematisches Modell
geeignete Druckmaschinen
eigene Startbedingungen
das Negativ
Plattenherstellung
Belichtungsmechanismus
Auswaschen
Druckvorbereitung
der Druck
Hinweise zum Papier
Nachwort
Anhang


Meßwerte


Variation der Belichtung und der Feuchtung



Vorpraeparation , Praeparation , Bichromat
geignete Lampen , eigene Belichtung
Handhabung der Druckplatten
Feuchtung und Farbe


Lichtdrucker , aktive Kollegen
Material , Literatur , eigene Parameterliste

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Vorbemerkung zurück vorwärts
Diese Darstellung des Lichtdruckes faßt meine wesentlichen Erkenntnisse über das Druckverfahren mit dem Ziel zusammen, dem Leser die Ausgangsbasis für die eigene Arbeit zu schaffen, ohne zuviele Irrwege zu beschreiten.

Die Vielzahl der überlieferten Additive von unbedeutender oder schwer berechenbarer Wirkung erschweren eine systematische Arbeitsweise.
Daher war das erste Ziel meiner Untersuchung die Klärung der unbedingt erforderlichen Komponenten des Verfahrens und die Ermittlung der Reihenfolge ihrer Wirksamkeit.

Die gefundene Übersicht gestattet das Auffinden von Fehlerursachen mit vertretbarem Zeitaufwand und erhöht die eigene Sicherheit im Arbeitsablauf.

Es ist sinnvoller, eine falsch belichtete Druckplatte neu zu praeparieren und die Belichtung zu verbessern, als mit Hilfsmitteln zeitintensiv zum Druck zu bringen. Der eigentliche Fehler wird durch "Kunstgriffe" nicht behoben.

Der Interessierte mag sich meine Parameterliste im Anhang ansehen und gewinnt vielleicht eine Vorstellung von der nötigen Anzahl der Versuchreihen zur Systematisierung.

Dem, der sich auf den Lichtdruck einläßt, wünsche ich viel Erfolg und Vergnügen. Der Respekt vor der Leistung seiner historischen Vorgänger wird sich ganz von allein einstellen.

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Farbübertragung Seitenanfang zurück vorwärts
Bei der in Druckmaschinen traditionell eingesetzten, schubfreien Walzenanordnungen läßt sich die Farbübertragung in erster Näherung durch die Wirkung der Oberflächenspannungen zwischen den beteiligten Materialien beschreiben. Durch diese seitenkraftfreie Abwicklung der benetzten Oberflächen erfolgt die Spaltung der Farbe in der Mitte. Eine eingefärbte Walze kann so bestenfalls die Hälfe ihres Farbfilms an eine Druckform abgeben. Dieses Verhalten wird den weiteren Betrachtungen zu Grunde gelegt.

Der geübte Handdrucker wird neben dem entspannten Walzenlauf sehr wohl den verstärkten Farbauftrag seiner gebremsten Walze unter erhöhtem Druck einzusetzen wissen - ebenso das Wegnehmen von überschüssiger Farbe mit schneller, leichter Walzenbewegung. Gegen diese individuelle Ausarbeitung zur Verbesserung des Druckbildes ist auch im Lichtdruck nichts einzuwenden. Zur Systematisierung des Verfahrens ist diese Arbeitsweise nicht geeignet.

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Druckkennlinie Seitenanfang zurück vorwärts
Beim gerasterten Druck ist die Kennlinie der Halbtonwiedergabe durch das Flächenverhältnis von druckenden und nicht druckenden Elementen vorgegeben. Die Druckverfahren werden nur zur Übertragung dieser Flächenelemente herangezogen, wobei lediglich die beiden wichtigsten Fehler, die Flächendeckung und der "Punktzuwachs" beobachtet werden.

Die Oberflächenspannungen der druckenden und nichtdruckenden Elemente liegen bei den Flachdruckverfahren weit genug auseinander, um eine korrekte Wiedergabe ihrer Geometrie zu gewährleisten.

Der Lichtdruck nutzt einen Bereich der Oberflächenspannung zur modifizierten Farbübertragung. Die entstehende Druckkennlinie hängt von der Oberflächenspannung der Druckform, dem Farbzustand und der Druckgeschwindigkeit ab. Jeder Lichtdrucker arbeitet auf seiner "Insel", die durch das richtige Verhältnis der Komponenten zueinander bestimmt ist.
Dies wurde auch in den Gesprächen zwischen Herrn Lucas, unserem italienischem Kollegen und mir mit unserem gemeinsamen Farblieferanten Huber in München klar.

Das immer wieder angeführte "Runzelkorn" bildet nicht die primäre Übertragungsfunktion. Es gestattet Rückschlüsse auf die Plattenherstellung und läßt sich als "Tiefdruckkomponente" zur Übertragung der Schatten nutzen.
Tatsächlich erzeugt von den Lichtern her eine asymetrische Farbspaltung die entstehenden Druckdichten mit einem geschlossenem Farbfilm.

Die Graphik zeigt ein Beispiel für einen Druck mit einer einfachen, "normalen" Einfärbung.

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gemessene Kennlinie

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wichtigste Druckparameter Seitenanfang zurück vorwärts
Der Begriff "Druckplatten-Kennlinie" kennzeichnet die Übertragungseigenschaften der Gelatine. Da man sie üblicherweise am gedruckten Bogen mißt, gehen die Eigenschaften des Papiers mit ein.
Die Farbannahme des Papiers, besonders deutlich sichtbar in den Tiefen, ist aber weitgehend konstant. Selbst im Glanzbereich ab Dichten von 1,3 bleibt die eigentliche Plattenkurve erhalten, so das der Vergleich der normierten Druckergebnisse möglich ist.

Die drei wichtigsten Druckparameter in der Reihenfolge ihrer Wirkung:

Der Farbzustand dominiert das Verfahren und ist selbst mit aufwendiger Meßtechnik nur unzureichend zu erfassen.

Die Druckgeschwindikeit ist unkritisch und läßt sich mit hinreichender Genauigkeit ermitteln.

Die Feuchtung ist erstaunlich stabil. Das übliche, hygroskopische Wasser- Glyzeringemisch 1:1 trocknet bei relativen Raumluftfeuchten von 50 - 60 % nicht aus.

Die Entwicklung der eigenen "Normalfarbe" ist mit dem größten Arbeitsaufwand verbunden. Dabei spielt die eigene Absicht eine wesentliche Rolle.

Da jeder Farbzustand auf derselben Platte seine eigene Kennlinie hervorruft, können mit einer Platte, je nach Vorbereitung der Farbe, unterschiedliche Kennlinien übereinander gedruckt werden. Die entstehende Gesamtkennlinie vermittelt den Eindruck einer vollständigen Bildübertragung.
Historisch üblich waren der lichter-, mitten-betonte Druck mit strenger Farbe und der Druck zur Verstärkung der Tiefen mit weicher Farbe und hohem Farbstand von einer Druckplatte.

Das Ziel meiner "Normalfarbe":
Sie sollte mit einer Einfärbung und einem Druckdurchlauf den gesamten Plattenumfang wiedergeben und dabei einen ausgeglichenen Bildeindruck vermitteln.

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praktische Grenzen Seitenanfang zurück vorwärts
Im Bereich der Schatten muß die Druckplatte zur Farbübertragung noch genügend Restfeuchte besitzen.
Hier entsteht mit einsetzenden Luckern im Druck ein Wendepunkt in der Kennlinie. Drucker kennen diesen Effekt und feuchten das Papier zur besseren Farbannahme an.
Das Maximum dieser lunkerfreien Schwärzung im Druck ist die Grenze der Plattenbelichtung.

Der Lichterbereich erfordert die größte Erfahrung in der Farbabstimmung. Da der Farbfilm gegen Null laufen soll, werden kleine Störungen sichtbar, die das verhindern.
Man kann diese Problematik entschärfen, in dem man durch Formatmasken im Negativ einen Dichtesprung zum Papierweiß schafft, oder mit Randabdeckungen beim Druck.
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mathematisches Modell der Druckkennlinie Seitenanfang zurück vorwärts
Mit folgender mathematischen Beziehung läßt sich der Verlauf der Lichtdruck- Kennlinie nachbilden und zur Anpassung an unterschiedliche Druckbedingungen entsprechend normieren. Die unter "praktische Grenzen" beschriebenen Wendepunkte werden hier nicht berücksichtigt.

Diese Funktion gestattet eine Kontrolle im Druck und bietet die Basis zur Herstellung korrekter Negative für die eigenen Druckbedingungen.

D = S + ( Dmax / ( N + F * ND^Bel ) )

D
S
Dmax
N
F
ND
Bel
erreichte Druckdichte
Schleier
maximale Druckdichte
Normierungsgröße
Feuchtung
Negativdichte
Platten-Belichtung

Die korrekte Zuordnung mit physikalischen Einheiten wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da bei Feuchtung und Farbe noch Meßtechnik zur weiteren Klärung entwickelt werden muß.

Die beiden folgenden Diagramme zeigen die Möglichkeit der Modellierung bei Variation der Variablen "Belichtungszeit" und "Feuchtung" in Bezug auf die gemessene Lichtdruck- Kennlinie.

Die Kurve "Modell" zeigt die Annäherung an die Meßwerte
Die "Reihe2" enthält die Meßwerte
"Modell2 bis 6" verdeutlichen den Einfluß der Parameterveränderung
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Modellierung Belichtung

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Modellierung Feuchtung

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geeignete Druckmaschinen Seitenanfang zurück vorwärts
Zu Testzwecken sind Handabzüge mit einem Falzbein bei nicht zu dickem Papier möglich.

Radierpressen
Das Verfahren erfordert einen hohen Liniendruck. Für meine erste Radierpresse mit 30cm Durchlaufbreite und einem Druckzylinderdurchmesser von 40mm waren in jedem der beiden Lager mindestens 400kp Anpresskraft erforderlich.
Die Druckzustellung mit den üblichen Walzenspindeln ist brauchbar. Unterschiedlich harte Zwischenlagen sind leicht zu wechseln.
Durch das längerer Verweilen des ganzen Papierbogens auf der Druckplatte kann die ansonst stabile Feuchtung etwas gestört werden.

Buchdruckmaschinen
Druckmaschinen arbeiten mit einem konstanten Abstand zwischen Druckzylinder und Druckform. Dies zwingt zur mechanischen Präzision bei der Druckformhöhe und den Unterlagen. Selbst Spiegelglas weist Welligkeiten im zehntel Millimeterbereich auf und erzeugen dadurch wolkige Drucke. Dies wird erst durch mehrfachen Planschliff beseitigt.
Ein Gummituch als elastischer Zylinderaufzug ist eine brauchbare Zwischenlösung.
Der Anpressdruck nimmt sonst selbst bei kleinen Höhendifferenzen der Druckform sehr stark zu.

Buchandruckpressen mit höhenverstellbarem Fundament sind gut geeignet. Die Höhenverstellung vermeidet Zurichtarbeit und gestattet ein vorsichtiges Andrucken der Glasplatten. Das meist vorhandene elektrische Farbwerk verändert allerdings die Eigenschaften der Farbe beim Umwälzen sehr schnell - nach 3 Minuten freien Verreibens erhalten Sie eine "neue" Farbe.
Bei gleichmäßigen Druckzyklen kann dies ausgeglichen werden, da die eigentliche Verreibezeit nur noch Sekunden beträgt.
Der Nachteil des kurzen Farbwerks mit zwei Auftragswalzen läßt sich durch mehr Färbezyklen ausgleichen.
Mit einer solchen Maschine sind alle Untersuchungen gemacht worden.

Lithopressen
Alte Lithopressen mit abstandsunabhängigem Reiberdruck drucken auch von Platten mit ungleichmäßigen Höhen. Moderne hydraulische Reibersysteme müßten mit Druckregler ähnlich gut sein.

Stockpressen und Bostontiegel
Für kleine Druckformate brauchbar. Erheblicher Pressendruck erforderlich, da er für die gesamte Fläche gleichzeitig erzeugt werden muß.

Offsetmaschinen
Der Einsatz einer Kleinoffsetmaschine ( 1000 - 6000 U/min ) wird zur Zeit nicht weiterverfolgt. Die Beschichtung von Aluminiumplatten gelingt einwandfrei. Die Farbübertragung über ein Gummituch birgt aber zusätzliche Probleme.

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eigene Startbedingungen Seitenanfang zurück vorwärts
Die Lichtdruckkennlinie läßt sich nicht verbindlich standardisieren.
Jeder Lichtdrucker muß sich für seine Druckgeschwindigkeit eine Platten, Feuchtungs Farbkombination erarbeiten und die dabei entstehende Druckkennlinie ermitteln. Das Negativ für die Plattenkopie muß diesen Verlauf wiedergeben, um die Tonwerte des Originals richtig wiederzugeben.
Dies bedingt eine ständige Rückkopplung von der tatsächlich gedruckten Kennlinie auf die Vorgaben der Negativerstellung.

Ich drucke zur Kontrolle immer zwei Graukeile mit. Der erste wird bei der Reproduktion des Originals mit aufgenommen und gestattet, neben der Filmkontrolle, die Auswertung der Abweichung des Drucks zur Vorlage. Der zweite mit gleichmäßiger Stufung wird direkt mit auf die Druckplatte kopiert und gibt nur die Druckplatten-Kennlinie wieder.

Da man zuerst Werte für die Plattenkopie und die Vorbereitung der Farbe finden muß, ist ein Negativ mit einem Dichteumfang von D=0,6 bis 1 sinnvoll. Damit kommt man mit wenig Erfahrung am ehesten zu einem akzeptablen Bildeindruck.

Mit zunehmenden handwerklichen Fähigkeiten kann eine Steigerung des übertragenen Kontrastes mit einem entsprechenden Negativumfang erreicht werden. Dabei werden bei einem einfachen Negativ die Abweichungen von der Lichtdruckkennlinie im Druck sichtbar

Hier wird klar, daß in der Vergangenheit die hervorragende Wiedergabequalität des Lichtdrucks das Ergebnis der excellenten Negativretousche war.
Das Verfahren von diesem, es im wesentlichen bestimmenden, handwerklichen Können unabhängig zu machen, war ein weiteres Ziel dieser Untersuchung.

Der Lichterdrucker hat zwei Möglichkeiten das Verfahren zu nutzen
1) Künstlerisch - direkt mit visuell kontrollierte Einfärbung der Platte und unterschiedlich eingestellten Farben und Walzen analog zum Ölbrom-Druck.
2) Handwerklich - prozessorientiert mit der Herstellung von Negativen mit Lichtdruckkennlinie durch Photochemie und Masken oder per Rechner über hochauflösende analoge Belichter.

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das Negativ Seitenanfang zurück vorwärts
Für den problemlosen Druck sollte das Negativ die Eigenschaften der Druckplatte weitgehend berücksichtigen.
Im historischen Verfahren erfolgten alle Korrekturen durch manuelle Retousche bei rein visueller Kontrolle.
Diese wesentlichen Kenntnisse wurden durchweg mündlich weitergegeben und erfordern erhebliche Übung.

Mit dem von mir entwickelten mathematischen Kennlinienmodells läßt sich heute für die unterschiedlichsten Arbeitsbedingungen
der Dichteverlauf des entsprechenden Sollnegativs berechnen und ohne Retousche erstellen.
Damit können alle bekannten photographischen Verfahren zur Druckbildverbesserung und für die Herstellung von Farbauszügen eingesetzt werden.

Die verfügbaren Methoden sind nicht lichtdruckspezifisch und deren Beschreibung geht über den Rahmen dieser Veröffentlichung hinaus.

Zu den vielen Photoseiten im Netz ein Hinweis zur rationellen Herstellung von Negativen mit der gewünschten absoluten Dichte.
Um das Ergebnis einer Filmentwicklung zu steuern, gibt es zwei grundlegende Gesichtspunkte:

- die Gradiation des Dichtekurve wird durch die Entwicklung bestimmt.
- Der Entwicklertyp gibt den erreichbaren Bereich der Steilheit vor.
- Die Entwicklungszeit bestimmt dann den genauen Wert von Gamma *.

Damit kann man den Dichtebereich der Vorlage an den Bereich der Druckplatte anpassen.

Mit der Belichtungszeit kann man die Dichtekurve parallelverschieben, um die gewünschten, absoluten Dichtewerte zu erhalten.
Bei konstantem Gamma kann man die eventuell nötige Belichungskorrektur direkt über die vorliegende Dichtedifferenz ermitteln.
Also maximal eine Probebelichtung zum perfekten Ergebnis.

* Ermittlung der Entwicklungszeit für ein bestimmtes Gamma:
- Den Gradiationsbereich des Films entnimmt man dem Datenblatt des Herstellers.
- der dort genannte Entwicklertyp kann durch das eigene Produkt ersetzt werden
- Die Entwicklungszeit und das Gamma haben einen logarithmischen Zusammenhang.
- Erstellt man ein Gamma/Zeit-Diagramm mit einer logarithmischen Zeitachse
wird aus dieser Funktion eine Gerade.
Gamma / Zeit
Mit zwei Testentwicklungen z.B. 3 min und 10 min kann man die Gerade bestimmen und alle Zwischenwerte für künftige Ergebnisse ablesen.

Um so gezielt arbeiten zu können, halte ich alle Parameter der Entwicklung hinreichend stabil:
- ein temperaturgeregeltes Entwicklerbad / ein einfacher 2-Punktregler genügt
- stets frischer Einmalentwickler / stark verdünnt ergeben sich längere Entwicklungszeiten
- Maschinenentwicklung / ich benutze eine einfache Trommelmaschine

Bei Entwicklungszeiten ab 3 Minuten hat der Bäderwechsel keinen signifikanten Einfluß auf das Ergebnis.

Zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse aus unterschiedlichen Trommelgrößen:
Der Füllstand der Trommel bestimmt das Verhältnis der getauchten Filmlänge zum freien Teil auf dem Trommelumfang.
Dieses Verhältnis muß für jede Trommelgröße gleich sein. Die Entwicklermenge richtet sich nach dem dafür erforderlichen Füllstand.

Durchlaufmaschinen mit oder ohne Entwicklerregeneration sind nach meinen Erfahrungen nicht für stabile Halbtonergebnisse geeignet.

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Plattenherstellung Seitenanfang zurück vorwärts
Die vorhandene Druckmaschine hat natürlich den entscheidenen Einfluß bei der Wahl des Gelatineträgers. Da ich Wert auf eine reproduzierbare Schichtdicke lege, muß dieser den Guß einer bekannten Gelatinemenge zulassen und eine gleichmäßige Verteilung gestatten. Folien oder dünne Metallplatten lassen sich so beschichten, sind aber nach dem ersten Einsatz wellig und lassen keine gleichmäßigen Beschichtung mehr zu.

Die vorgestellten Druckmaschinen haben in der Regel ein planes Druckfundament, so daß die Glasplatte als mechanisch stabiler, wiederverwendbarer Druckträger eine einfache und sichere Basis ist.
Spiegelglas ist nicht entscheidend ebener, nur wesentlich teurer. Da das Glas ohnehin plangeschliffen werden muß, ist einfaches Glas ab 4mm Stärke ausreichend - 6mm sind optimal.

Die Platten werden, wie Lithosteine, paarweise mit kreisender Bewegung ohne Druck aufeinander geschliffen, nachdem Korund mit etwas Wasser auf die untere Platte aufgebracht wurde. Die Körnung 240 ergibt ausreichend glatte Oberflächen bei zügigem Schleifergebnis. 80-ziger Korund erfordert zusätzliche Glättung. 320-ziger Korn neigt bei geringer Schleifleistung zum schnellen Trockenlaufen.
Ich schleife die Platten vor der Praeparation ca. 30min ungeachtet der Restwelligkeit und vermeide das mehrfache Schleifen der gleichen Platten miteinander, so erreiche ich nach einigen Arbeitszyklen perfekt plane Oberflächen.
Das Abschaben von Beschichtungen mit einer Klinge vor dem Schleifen macht die Reinigung mit Ätznatron überflüssig.

Plattenschleifmaschine

Die mit einer Scheibenwischermechanik und zwei Gummisaugern aufgebaute Schleifmaschine verarbeitet seit Jahren alle Plattengrößen problemlos.

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Vorpraeparation Seitenanfang zurück vorwärts
Die Vorpraeparation soll die Haftung der Gelatine auf dem Glas verbessern - Schicht so dünn, wie möglich
Rezept
350 ccm
35 ccm
100 ccm
0,5 - 1 ccm
Vorpraeparation
destilliertes Wasser
Natronwasserglas
Albumin
Amoniniak

Herstellung:
Eiweiß mit Amoniak versetzen zu festem Schaum schlagen und einen Tag zur Albuminbildung stehen lassen. Schaumreste entfernen. Wasser mit Natronwasserglas mischen, dann Albumin beimengen und alles durch ein nasses Kaffeefilter gießen.
(Kaffeefilter 50 um Poren , nasses Filter verstopft nicht so schnell).

Beschichtung:
für Format 30x40 cm ca. 40 ccm Praeparation auf die waagerechte Platte mittig aufgießen. Zum Verteilen hochnehmen und durch Schräglage zum den Rändern fließen lassen. Dann über eine Ecke Hauptmasse erneut in den Filter abfließen lassen und beim Drehen in Schräglage mit einem Holzstift oder Finger die Kanten benetzen. Mehrere "Runden" und ab und zu ablaufen lassen. Den Rest zur Mitte fließen lassen waagerecht ablegen und zügig trocknen. Ich lege die Platten auf meinen 45 Grad Celsius warmen Plattenofen ab - Ein kalter Lüfter geht ebenfalls.

Vor der Praeparation der Gelatineschicht heiß abbürsten ! Sonst hält garnichts - die noch wasserlöslichen Anteile verdecken sonst die mikroskopisch zerklüftete Oberfläche. Die Gelatine kann sich nicht verankern.

Werkzeuge noch im nassen Zustand reinigen.

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Praeparation der Druckschicht Seitenanfang zurück vorwärts

Ziel ist eine mechanisch stabile, gleichmäße Schicht mit bekannter Stärke.
Der Wasseranteil kann den eigenen Gußgewohnheiten angepasst werden. Ein Bichromatanteil unter 20% ergibt eine steilere Kennlinie. Ein höherer Anteil ist unkritisch, aber ohne weiteren Vorteil.
Die Begrenzung des Rezeptes auf die unbedingt nötigen Bestandteile basiert auf meiner Erfahrung, daß damit ein stabiles Arbeiten möglich ist und jeder Zusatz die Fehlersuche erschwert.

Die mechanische Widerstandsfähigkeit der Gelatine wird weitgehend durch das Behandlungsprofil erreicht. Die Bildung der Makromoleküle und deren Vernetzung erfordert Zeit, ebenso deren Rückbildung. Das wiederholte Schmelzen, Gelieren und Trocknen verstärkt die Vernetzung der Molekülketten. Das Ergebnis ist zuverlässiger als beim Einsatz von Zusätzen. Denn auch hier spielt die Verarbeitungsgeschwindikeit immer noch eine Rolle.

Meine Standard-Schichtdicke beträgt 25 gr Gelatine pro Quadratmeter.
Die Rezeptmenge reicht für zwei Platten im Format 30x40cm.
Rezept
100 ccm
6 gr
1,2 gr
Praeparation
destilliertes Wasser
Gelatine
Kalium-Bichromat

Herstellung:
Gelatine 1 - 2 Stunden im kalten Wasser quellen lassen. Bichromat zugeben und verrühren.
In der Mikrowelle auf 65 - 67 Grad Celsius erhitzen (bei 500Watt 75sec für 100gr).
Umrühren und im Dunkeln 1 Tag (max 3 Tage) stehen lassen.

Beschichtung:
Ofen auf Solltemperatur von 40 Grad Celsius bringen.
Glasplatte mit Vorpraeparation mit heißem Wasser abbürsten.
Bei Ofen mit Heizplatte den Wärmekontakt zur Druckplatte mit Wasser verbessern.
Wasser mit einer Einwegspritze an einer Seite der Druckplatte entlangführen -
der Spalt zur Unterlage zieht das Wasser unter die gesamte Fläche.
Plattenoberfläche mit Praezisions-Wasserwaage allseitig waagerecht nivellieren.
Gelatine erneut in der Mikrowelle schmelzen und durch nassen Kaffefilter laufen lassen.
Ab jetzt gedämpftes oder gelbes Licht.
Gelatine blasenfrei mittig aufgießen und zügig verteilen.
(Pfeifenraucher nehmen dafür natürlich gebogene Pfeifenreiniger)
Die Plattenränder müssen meist wiederholt benetzt werden.
Lichtschutzhaube des Ofens schließen und auf 55 Grad Celsius hochfahren - Trocknungsdauer ca. 1h

Plattenofen

Die Beschreibung bezieht sich auf den oben gezeigten temperaturgeregelten Ofen mit einer beheizten Aluminiumbodenplatte und einer weiträumigen Stoff-Lichtschutzhaube. Diese - meine dritte - Ofenkonstruktion ermöglicht eine zügige aber wirbelfreie Verdampfung des Wassers.

Lit 14 Seite 32
unter 44 Grad Celsius kein Korn, 45 - 68 Grad Celsius feines Korn (richtiger Bereich), über 81 Grad Celsius braun und angegerbt . Gut nivellieren, keine Temperaturschocks > sonst moire-ähnliche streifen.

!!! Sicherheitshinweis !!!
Bichromat: doppeltchromsaures Kali (K2 Cr2 O7) > orange Kristalle 1:10 in Wasser löslich
ist giftig, Hautkontakt meiden, nicht trocken pulverisieren, läßt sich mit Ammoniak neutralisieren, allein bleiben die Salze selbst beim Waschen zurück (Gelbfärbung), den Kontakt mit Chromsäure unbedingt meiden, noch giftiger als die Salze !

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Kaliumbichromat Seitenanfang zurück vorwärts
Leider ist das Kaliumbichromat jetzt in der EU - auch für Kleinstverbraucher - verboten...
Als Ersatz dafür bietet sich Diazidostilbene / "DAS" an. Der Kollege Michel Momal bietet eine Artbeitsanleitung und gibt das Material auch ab.
Mir selber liegt noch ein Verfahren mit Eisensalzen vor. Nach der Klärung des Copyrights ( unerwartet schwierig ) werde ich dies veröffentlichen.

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Belichtungsmechanismus Seitenanfang zurück vorwärts
Kaliumdichromat ist eine Chrom(VI) Verbindung und enthält Chrom als Ion im positiv sechswertigen Zustand (Cr6+). In Gegenwart eines Kolloids (Gelatine, Leim, Polivinylalkohol PVA) wird es durch Licht zu Chrom(III) Verbindungen reduziert, wobei das Kolloid oxidiert. Das entstandene Härtungsrelief wird nur noch durch den Nachkopiereffekt beeinflußt, eine bei Anwesenheit von Reaktionsprodukten beschleunigte Dunkelhärtung.

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geeignete UV - Lampen Seitenanfang zurück vorwärts
Leiterplatten-Lampen z.B. Nitraphot_BR - Punktstrahler
UV-Leuchtstoffröhren z.B für Solarien oder Pflanzen oder Xenonlampen - Flächenstrahler
Die spektrale Zusammensetzung des Lichtes hat keinen Einfluß auf die Kennlinie der Platte. Aktiv ist nur der UV-Anteil.

Punktstrahler ergeben mit ihrem gerichtetem Licht bei einfachen Negativen die größtmögliche Kopierschärfe.
Die Leuchtstärke sinkt mit dem Quadrat des Abstandes. Der Plattenrand erhält dementsprechend weniger Strahlung im Verhältnis zur Mitte, welche die kürzeste Entfernung zur Lampe aufweist. Da mit Linsen kopierte Negative unter ähnlichen Bedingungen gemacht werden, nimmt deren Dichte zum Rand hin ab. Dadurch wird die geringere Randausleuchtung bei der Plattenkopie teilweise kompensiert. Sollte der Rand heller drucken - den Lampenabstand vergrößern - dabei wird der Unterschied von Mittenabstand zu Randabstand kleiner.

Das Streulicht von Flächenstrahlern vermeidet beim Einsatz von Masken die scharfe Projektion der Kanten, die durch die Filmdicke von der Zeichnung des Negativs abweichen. Das dabei mit der Emulsion direkt auf der Gelatine liegende Negativ wird hinreichend scharf auf die Druckplatte kopiert.

Bei meiner Maskentechnik verwende ich UV-A Röhren für Solarien. Diese haben einen sichtbaren und gut meßbaren Lichtanteil für meinen Dosisintegrator. Dieser misst laufend die Strahlung und summiert sie über die Zeit, da die Emission von Gasentladungslampen temperaturabhängig ist. Die Kaltstart-Lichtausbeute beträgt ca. 50% der Leistung bei Betriebstemperatur, die meist in 10 Minuten erreicht wird. Bei Belichtung nur nach der Zeit ist ein Vorwärmen sinnvoll, um diese Unsicherheit zu verringern.

Xenonlampen mit ihrem energiekonstantem Spektrum bieten keinen Vorteil, der die teuren Vorschaltgeräte dafür rechtfertigen würde.

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eigene Plattenkopie Seitenanfang zurück vorwärts
Die sensibilisierte Platte hat eine spektrale Empfindlichkeit von 350-450 nm.
Eine gelbe Arbeitsraumleuchte (550-600 nm) ist sinnvoll. Kurzes Einschalten der Raumbeleuchtung ist aber durchaus möglich.

UVA Belichter

Die UV-Belichtungsdosis für die Schatten (D=0) meiner Platten ist 14000 Watt*sec/qm
Dies ergibt in meinem Belichtungskasten mit 12 UV-Röhren a 40 Watt bei 10cm Abstand eine Belichtungszeit von 3 min.

Für Ihre Belichtung ist es billiger, mit der eigenen Lampe oder einem Gesichtsbräuner Testbelichtungen zu machen, anstatt meine Angaben mit aufwendiger Meßtechnik nachzuvollziehen.

Durch die hohe Leistung bei der Belichtung habe ich zudem festgestellt, daß eine zu kurze Belichtungszeit Platten erzeugt deren Druckbild "ruppig" und detailarm ist. Erst bei Belichtungszeiten vom 30 Minuten und mehr enstehen ausgewogene Drucke.
Die Tatsache, daß dieser Mangel durch eine reine Dunkelreaktion etwas ausgeglichen werden kann, deutet auf die Wirkung der Sekundärprodukte beim Kopiervorgang hin.
Bei längeren Belichtungszeiten kommt deren Wirkung zunehmend mit zur Geltung, zumal die gleichzeitig verlaufende Primärreaktion für gleichmäßigen Nachschub sorgt.

Die historische Lichtdruckkopie mit ihren generell langen Belichtungszeiten bei Tageslicht kennt dieses Problem nicht.

Negativrahmen

Für die Kontaktkopie ist ein einfacher Holzrahmen mit Fensterdichtungsprofil nützlich. Ich montiere das Negativ mit Klebeband luftdicht hinein, stülpe den Rahmen über die Druckplatte. Eine Vacuumpumpe entfernt die Luft darunter und der äußere Luftdruck preßt das Negativ auf die Gelatineschicht.

Vorsicht - ab 50% relativer Luftfeuchte und einer Verweilzeit von 15min kann eine kalte Platte soviel Wasser aufnehmen, daß das Negativ festklebt - die Platte wird diese Verletzungen mitdrucken. Daher kopiere ich generell die noch handwarme Druckplatte.
Feuchte Gelatine auf Gelatine - d.h. Leim auf Leim - muß gut kleben. Der Begriff "Leim" ist ein guter Leitfaden für den Umgang mit der Gelatinedruckschicht.

!!! Sicherheitshinweis !!!
Schmerzende Augen sind das Zeichen für einen schon eingetretenen Schaden.
Arbeiten Sie mit offener UV-Quelle, nehmen Sie bitte die Schutzbrille Ihres Gesichtsbräuners. Durch den Grünfilter werden Sie allerdings rot leuchtende LED-Anzeigen Ihrer elektrischen Schaltuhr nicht mehr sehen.

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Auswaschen des Bichromats Seitenanfang zurück vorwärts
Das Wässern von Leim mit einem niedrigen Schmelzpunkt erweicht ihn bei zu hoher Temperatur und hinterläßt eine klebrige Oberfläche, eine Abkühlung verfestigt ihn von der Oberfläche her. Erfolgt der Temperaturwechsel schlagartig, ist der Effekt gerade an der Oberfläche sehr ausgeprägt.
Wird die noch handwarme Platte zügig in 4-6 Grad kühles Wasser getaucht, prägt dieses Temperaturprofil entscheidend die Eigenschaften der Gelatineoberfläche. Wie wichtig die erste "Abschreckung" ist, zeigen Spritzer beim Eintauchen. Sie sind im Druckbild sehr deutlich zu sehen.

Gleichzeitig wird die Gelatinestruktur in ihrer Vernetzung beinflußt. Dies wird nach dem Aufquellen an dem fein verteilten "Runzelkorn" sichtbar. Seine Ursache ist das in alle Richtungen größere Volumen der gequollenen Gelatine, die sich in der Plattenebene nicht ausbreiten kann, da sie dort festklebt. Stärker an die Platte gebundene Zonen bleiben Täler, während das Volumen die schwächer gebundenen in die Höhe treibt.

Dementsprechend bildet sich in den Lichtern kaum Runzelkorn aus, durch die geringe Belichtung steigt die gesamte Fläche unter der partiell gehärteten Oberfläche auf, wodurch sich Spannungen im Volumen ohne ausgeprägte Verformung ausgleichen können.
Bis aufs Glas gehärtete Schattenpartien quellen überhaupt nicht mehr, sie halten aber auch keine, die Farbübertragung begünstigende, Restfeuchte. Ein optisches Kriterium für die Belichtungsgrenze der Druckplatte.

Die gewässerte Druckplatte sollte keine gelblichen Partien mehr aufweisen.
Die nasse Druckschicht ist noch sehr leicht verletzbar. Vorsichtiges Abtupfen mit nicht fuselndem Küchenpapier beschleunigt das Trocknen.
Lithographen und Radierer, auch wenn es schwerfällt, eine Lichtdruckplatte nie wischen !
Vor der Verwendung der Druckplatte sollte die Gelatine bis auf den Träger gut durchtrocknen. Dies fördert die mechanische Belastbarkeit der Schicht.

Der komplette Waschvorgang besteht aus vier Küvettenfüllungen von je 15 min. Die erste Füllung mit Eiswasser von ca. 4 Grad Celsius - die restlichen bei normaler Zulauftemperatur.
Geht man bei jedem Waschgang von einer Bichromatrestmenge von 10% aus, verbleiben beim vierten Mal 0,01% der Gesamtmenge. Diese konstante Qualität ist bei einer Wässerung mit fließendem Wasser nur mit großen Wassermengen zu erreichen, zudem wird dabei das giftige Bichromat ins Abwasser geleitet.

!!! Sicherheitshinweise !!!
Durch Absinken des Bichromats läßt sich dieser Bodensatz sammeln, trocknen und damit zum Teil eine Wasservergiftung vermeiden !
Leider setzt sich nur das nach der Reaktion niederwertige Chrom als wasserunlöslich ab. Die unbeteiligten, 6-wertigen Chromreste verbleiben im Wasser...
wo ist der Chemiker, der.....
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Handhabung der Druckplatten Seitenanfang zurück vorwärts
Da bei den meisten Manipulationen an der Druckplatte, wie z.B. beim Wässern, der erste Kontakt der Gelatine mit dem Wirkstoff im Druck sichtbar entscheidet war, behandele ich die gesamte Druckplatte in Küvetten.
Die Platten lassen sich ohne Spritzer gleichmäß eintauchen und zeigen im Druck keinerlei Zonenbildung.
Küvetten verhindern "Panscherei", halten die Wirkstoffe sauber, ihre erforderliche Menge bekannt und ihren Verbrauch gering. Das Zurückgießen in Vorratsbehälter ist ebenfalls einfach.

Kuevette

Die mit einem Scheibenwischermotor angetriebene "Plattenwaschmaschine" arbeitet mit einer einfachen, elektrischen Steuerung bis zur fertigen Druckplatte unbeaufsichtigt.

Zur einwandfreien Desensiblisierung reichen 4x8 Liter für ein Plattenformat von 50x70 cm aus.

!!! Sicherheitshinweise !!!
Beim Eigenbau von Küvetten bitte beachten.
Der hydrostatische Druck einer Wassersäule ist nur von ihrer Höhe abhängig - nicht von der Wassermenge und die wirksame Kraft wächst proportional zur Fläche. Die 8 Liter Wasser üben auf die Außenflächen von 1 Quadratmeter der senkrecht stehenden Küvette eine Druck von 1 Tonne aus ! Der Stahlrohrkäfig biegt sich beim Füllen sichtbar durch.

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Feuchtung Seitenanfang zurück vorwärts
Da reines Wasser auf der Plattenoberfläche schnell verdunstet, ist die überlieferte Mischung mit Glyzerin bei der Feuchtung sinnvoll.
Glyzerin ist ein hygroskopischer Alkohol mit einer Oberflächenspannung in der Größenordnung des Wassers. Das Mischungsverhältnis hat daher keinen dramatischen Einfluß auf das Verhalten beim Druck. Durch die Aufnahme der Luftfeuchtigkeit trocknet die Gelatine lansamer bis garnicht mehr aus.
Bei einem Mischungsverhältnis von 1:1 Glyzerin und destiliertem Wasser ergibt sich bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50-60% ein ausgeglichener Zustand in dem gefeuchtetete Platten auch länger frei gelagert werden können, ohne sie vor dem Druck jedesmal neu zu feuchten.
Zur ersten Feuchtung bleibt die trockene Platte mindestens 30 Minuten in der Küvette, zum eventuellen Nachfeuchten 10 Minuten - aber selbst stundenlanges Verweilen ist unkritisch. Nach diesem zweiten Quellen ist die Schicht wesentlich widerstandsfähiger. Zur Entfernung von Farbe kann sie mit einem weichen Papiertuchballen kräftig geschlagen werden - aber bitte, nicht wischen.

Sollte irgendeine Behandlung der Platte zu fleckigen Drucken führen, die Platte 1 Stunde wässern, durchtrocknen lassen und wieder neu feuchten.

Kuevette

Die kleine Küvette für das Format 30x40 cm läßt sich aus 6 mm Glasscheiben und Aluminiumprofil mit Silikon zusammenkleben. Der einfache Schieber gestattet gezieltes Eintauchen und Abtropfen der Druckplatte.

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Vorbereitung der Farbe Seitenanfang zurück vorwärts
Die wichtigste Eigenschaft von Lichtdruckfarbe ist, gleichgültig welcher Konsistenz, ihre Zügigkeit. Als "lange" Farbe zieht man mit dem Spachtel herlich lange Fäden.
Die Konsistenz richtet sich nach der Druckgeschindigkeit - je langsamer, desto strenger.

Die extrem strenge Konsistenz der Originalgebinde hat historische Gründe.
Einerseits hatten selbst die sogenannten "Schnellpressen" eine geringe Druckgeschwindigkeit. Andrerseits gab es keine einfache Möglichkeit, Farbe im kalten Zustand strenger zu machen. So blieb als sinnvolle Ausgangsbasis für alle Drucker eine kompakte Farbe, die in Würfel geschnitten so stehen bleibt und nicht fließt.

Da die Firmen Huber (München) und Maurit (Leipzig) als bisher letzte Hersteller die Produktion von Lichtdruckfarbe eingestellt haben, kann die eigene Modifikation einer handelsüblichen Farbe durchaus mit Erfolg eingesetzt werden.

Für Drucker mit Farberfahrung
So kann eine konventionelle Ölfarbe für Radierungen mit Harz strenger und etwas zügiger gemacht werden. Harzbrocken (Pulver ist meist oxidiert und unbrauchbar) schmelzen und nach und nach Farbe beimengen, bis ein kaltes Mischen möglich wird.
Harz für dunkle Farben Kolphonium - Für helle Farben z.B. Dammar Harz

Lithofarben sind zwar sehr konsistent, aber meist recht "kurz". Eine Modifikation ist umständlicher und erfordert Erfahrung.
Blattgoldfirnis ist zwar streng, begünstigt aber das Tonen der Farbe. Talkum ist ein Notbehelf zu Testzwecken.
Eine Sorte leichter Firnis zum Geschmeidigmachen der Farbe genügt.

brauchbare Lösung vom wasserlosen Offset
Echte Leimwalzen von historischen Maschinen werden dabei angegriffen !

Der wasserlose Offset braucht wegen seiner Siliconbeschichtung eine etwas kompaktere Farbe. Zu Modifikation herkömmlicher Offsetfarben gibt es Additive z.B. Printon der Griso Chemie AG CH-6343 Rotkreuz (Schweiz). Nach Untermischen von 1-3% des Zusatzes wird die Farbe in ca. 15 Minuten in ihrer Konsistenz für den Lichtdruck brauchbar. Die Wirkung von Printon schreitet langsamer werden fort - hört jedoch nicht auf.
Ich nutze dieses Verhalten bei meiner Buchandruckpresse, um den Farbzustand mit der Zugabe von kleinen Mengen der original Farbe in dem gewünschten Bereich zu halten ( Densitometerkontrolle ).
Bei manchen Offsetfarben führt der hohe Wassergehalt der Lichtdruckplatte eventuell zum "Ausbluten" von Pigmenten (gleichmäßiges Tonen). Da moderne Farben durchgängig mit Reaktionsfirnissen aufgebaut werden, ist das Abstellen dieses Fehlers mit Zusätzen ein Glücksspiel. Besser ist es, eine andere Farbe zu suchen.
Auf dem deutschen Markt hat die Serie Resilith von Hartmann (sun chemical) die besten Eigenschaften.

!!! Sicherheitshinweise !!!
Die Mikrowelle ist zur Erwärmung von reinen Ölfarben und Harzschmelze gut geeignet, da die Masse durch die maxwellschen Verschiebeströme gleichmäßig warm wird.
Dieses Prinzip hat jedoch keine natürliche Temperaturbegrenzung ! Zuviel Leistung auf wenig Masse kann explosionsartige Erhitzung hervorrufen ! Das Überschreiten der Flammpunkte von Öl, Farben, Holzrührstäben und Kunststoff führt zum Brand im Gerät !!! Quecksilber- und auch Weingeist- gefüllteThermometer explodieren. Offsetfarben zeigen auch unter 300 Grad Celsius manchmal schlagartige Veränderungen.
Bei unerwartetem Ablauf die Mikrowelle abschalten und geschlossen halten. Wenn eine Explosion nicht zu erwarten, aber ein Brand zu löschen ist: das Gefäß mit einer Platte zudecken. Arbeithandschuhe schützen die Hände. Betont ruhig agieren, heißes Öl gibt starke Verbrennungen.

Diese Ereignissse lassen sich vermeiden, indem man nach kurzen Heizzeiten den Zustand der Masse prüft und Temperaturmessungen immer außerhalb des Gerätes durchführt.

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Druck Seitenanfang zurück vorwärts
Der eigentliche Druck ist unspektakulär. Der Farbzustand ist mit Abstand der entscheidendste Parameter und bei Maschinen mit elektrischem Farbwerk durch die ständige Umwälzung auch der instabilste.
Die Schichtdicke der Farbe im Farbwerk für den Lichter-Mitten betonten Druck mit strenger Farbe ist bei 5-8 Mikrometer sinnvoll. Der Druck der Schatten geht mit etwas dünnerer Farbe mit 14-18 Mikrometer, höhere Farbstände neigen zum Schmieren.

Zur Berechnung des Farbstands:

Gesamtfläche des Farbwerks x Farbstand = benötigte Farbmenge.

Das Farbwerk meiner Graphix Andruckpresse hat mit allen Walzen ca. 1 Quadratmeter Fläche, so das 5gr Farbe gebraucht werden. Mit 10gr druckfertiger Farbe sind alle Eventualitäten bei einem Druckzyklus beherrschbar.

Die zum Druck fertige Farbe muß beim Walzen im Farbwerk oder bei der Handwalze auf dem Farbstein ein deutliches Prasseln erzeugen. Für den, der dies noch nie gehört hat, ist es sinnvoll, einmal eine Portion Farbe mit einem leichten Firnis stufenweise zu verdünnen. Das Geräusch tritt fast schlagartig und sehr deutlich auf.

Die Druckplatte sollte optisch trocken sein. Durch Abtupfen mit einem fuselfreien Papertuch leicht zu erreichen.

Der Aufzug für einen perfekten Druck sollte hart sein. Bei Maschinen ohne praezise Höhenverstellung ist für den ersten Andruck eine etwas weichere Zwischenlage sinnvoll, da die Plattenhöhe noch etwas unsicher ist. Man kann dann vorsichtig ein Bild von der Druckverteilung auf der Fläche gewinnen.
Zerquetschte Gelatine und zerbrochene Glasplatten gehören wohl zum Start.
( kleine Glasreste lassen sich mit Klebeband gut vom Druckfundament entfernen )

Die ersten 3-5 Drucke zeigen durch überschüssiges Wasser ein Tonen im ganzen Bild - dies verliert sich im Fortdruck.

Druckt die Platte auf der Fläche gleichmäß kann der Aufzug auch härter werden.

Beim Druck der ersten Platten werden Sie zwangläfig mit unterschiedlichen Farbzuständen arbeiten, um den für Sie richtigen zu finden.
Gelingt dies nicht, führt eine Belichtungsreihe von Platten zum ersten Arbeitspunkt.
Platten, die nur mit Sonderbehandlung drucken, sind reine Zeitvergeudung.
Eine neue Druckplatte, die zuverlässig druckt, bietet die Parameter für wiederholbare Ergebnisse.

Die bis jetzt einzige Sonderbehandlung der Druckplatten bei Raumtemperaturen über 25 Grad Celsius ist eine zusätzliche Härtung der gut eingefärbten Platte zum Schutz der Wasserführung in den Schatten.
Die normale Glyzerin/Wasserfeuchtung mit 1-5 Prozent Formalin - Verweildauer 10-20min.
Die Platte bei Arbeitsende Wässern, trocken und am nächsten Tag neu feuchten.

!!! Sicherheitshinweis !!!
Formalin ist stark ätzend. Das in die Luft gehende Formaldehyd ist krebseregend.
Einatmen vermeiden und diese Feuchtung in einem geschlossenen Behälter lagern.

Normal gefeuchtete Platten behalten wochenlang ihre Druckeigenschaften. Trocken gelagerte Druckplatten verhärten zunehmend. Dies läßt sich auch durch längere Feuchtung nicht mehr ganz kompensieren.

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Hinweise zum Papier Seitenanfang zurück vorwärts
Auch bei der Auswahl des Papiers hilft der Begriff "Leim" für die Gelatine.
Der Grad und die Art der Leimung des Papiers sind entscheidend. Je mehr Leim sich an der Papieroberfläche befindet, desto größer ist die Gefahr des Festklebens an der Druckplatte.

Für Probedrucke verwende ich normales Offset-/Kopier-Papier.
Im Kalander geglättete Papiere und Feinkarton zeigen ein schönes Druckbild.
Schwach geleimtes Tiefdruck- oder Lithobütten ergeben ebenfalls eine gute Wiedergabe. Bei zu fasriger Oberfläche leidet allerdings die Detailschärfe.

Bei gestrichenen Bilderdruckpapier entscheidet nur ein Test über die Brauchbarkeit, da die Hersteller kaum Angaben zum eigentlichen Aufbau der Schichten machen.

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Nachwort Seitenanfang zurück vorwärts
Der Grund, den Lichtdruck in einer "pixelorientierten" Umgebung zu erhalten, ist seine, mit einfacher technischer Ausstattung zu erzielende, "Highend"-Qualität.
Ein eigenständiger Weg, die bewußte Begrenzung des heutigen "SOHO"-Equipments zu vermeiden.
Zudem wird seine Wiedergabe im Lichterbereich bis heute von keinem anderen Druckverfahren erreicht.
(Rasterpunkte brechen weg - ein 4um Pixel auf einem Quadratzentimeter ist kein Halbton)
Das Auge besitzt gerade bei den hellen Tönen eine enorme Unterscheidungsfähigkeit. Sie werden dies feststellen, wenn Sie zwei gleich weiße Papiere suchen.
Die ausgefressenen Lichter der gerasterten Drucke suggerieren leider eine nicht vorhandene Brillianz und prägen damit Sehgewohnheiten.

Die hervorragende Qualität des Lichtdrucks entsteht nicht automatisch. Die Detailschärfe muß von der Originalvorlage über alle Negative, Farbauszüge und Masken bis zur Plattenkopie durch sorgfältige Arbeit erhalten werden. Auch der Umgang mit der Druckfarbe erfordert handwerkliche Übung.
Doch der Aufwand der "Pixel-Konkurenz", stochastische Raster sauber zu kopieren und aufs Papier zu bringen, ist ebenfalls nicht gering.

Wünschenswert wären uv-stabilere Pigmente in modernen Druckfarben, um die Beständigkeit der alten Lichtdrucke auch heute zu erreichen.

Die Nutzung dieser Beschreibung zu privaten Zwecken ist unter Wahrung des copyrights erlaubt.
Über Ihr "feedback" und Ihre Fragen freue ich mich. email

Wuppertal, den 01.08.2017 Hartmut Voigt
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Lichtdrucker Seitenanfang zurück vorwärts
Den folgenden Kollegen danke ich für unsere Gespräche, die wir während ihrer Tätigkeit geführt haben.

Jean Malvaux S.A. Rue Delaunoy 69 B 1080 Bruxelles
Belgium
1986
Compagnie Francaise
des Arts Graphiques S.A.
18 rue de l'Arcade F 75006 Paris
France
1986 Victor Michel
Instituto Fotocromo Italiano Via Giuseppe La Farina 52 I 50132 Firenze
Italy
1980 Ing. V. Balocchi
Fa. Schreiber Hackstr. 77 Stuttgart
Germany
1984 Lichtdruckende
Klische: Herr Heinz Haefner
Druck: Herr Kind
Lucas Lichtdruck GmbH Kolumbusstr. 25 70771 Leinfelden Echterdingen
Germany
01.99 aus

.
aktive Kollegen Seitenanfang zurück vorwärts
Herr Gert Bertholdt
Berthof
Wriethstr. 28 21755 Hechthausen
Germany
Centre for Fine Print Research
Faculty of Art / Archiv
University of the West
of England
Bower Ashton Campus
Kennel Lodge Road
off Clanage Road
Bristol BS3 2JT
Great Britain
Steve Hoskins MA (RCA) RE Director
Stephen.Hoskins @ uwe.ac.u
Paul Thirkell PhD Research Associate
The Katherine K. Herberger College of Fine Arts Arizona State University PO Box 871505 Tempe , AZ AZ 85287-1505 Professor Mr. James Hajicek
Herr Herbert Küster Am Kirchbrink 20 31542 Bad Nenndorf doedel4@t-online.de
Leipziger
Lichtdruckwerkstatt
Nonnestr. 38 04229 Leipzig
Germany
Herr Udo Scholz
Herr Achim Müller
Herr Michel Momal
phototypie.net
La Buscalie Haute 12110 Aubin
Frankreich
Mr. Mark Morrill 1807 Elliot Ave. So #3 Minneapolis, USA
Minnesota 55404
artmarc@qwest.net
Museumswerkstatt im
Druckhaus Dresden GmbH
Andreas Kühn, Karl Seitz
Bärensteinerstr. 30 01277 Dresden
Germany
Dietmar Günther
Jürgen Sonntag
Mr. Thomas B. Werner Printmaking Studio Los Angeles
USA
belawer @ earthlink.net
Thomas please update your e-mail
Artur Jonauskas Künstler Russische Förderation
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Fratelli Alinari Fotoarchiv mit Lichtdruckerei Florenz
Italien
Benrido Lichtdruck - Atelier Kyoto
Japan
offizin darmstadt Foto + Lichtdruck Darmstadt
Deutschland
Wolfgang Blauert
Holger Lübbe

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Material Seitenanfang zurück vorwärts
Druckplatten Glas 4-6mm stark
Schleif-Korund 240 Körnung
Vorpraeparation destilliertes Wasser
Natronwasserglas
Albumin
Amoniniak
Praeparation Fotogelatine
Kalium-Bichromat
Druck Farbe
Firnis
Glyzerin
(Formalin)

Das Meiste läßt sich im einschlägigen Fachhandel beschaffen. Für die problematischen Materialien hatte ich folgende Lieferanten:

panchromatische SW-Planfilme:
Banse + Grohmann Ilsenburger Str. 40 D-38855 Wernigerrohde Tel: 03943 / 5440 33
Filme: NP 15,22,27
Foma Bochemie Group Jana Krusinky 1604 50104 Hradec Kralove Tel.: 00 42 49 / 5 73 31 11
Fax: 5 73 33 84
Fotoimpex Alte Schönhauser Str. 32b D-10119 Berlin Fax: 030 / 28599083
foma filme
Lumiere Zum Köppchen 9 D-51674 Wiehl Tel.: 02262 / 70 16 66
Fax: 70 16 68
Hans O. Mahn & Co.KG Brookstieg 4 D-22145 Stapelfeld Tel.: 040 / 23 70 08-0
Fax: 23 35 77

Gelatine
Gelita AG
vormals Stoess & Co GmbH
Uferstr. 7 D-69412 Eberbach / Baden
Gelatinefabrik vorm. Köpff & Söhne Salzstr. 67 7100 Heilbronn

Farbe
nach langer Zeit ohne Farbquelle - diese links dazu....

Der Lichtdrucker Herr Michel Momal phototypie.net gibt Lichtdruckfarbe ab.
Der Hersteller Cranfield Colours Ltd hat in der Produktlinie Caligo mit Dr. Paul Thurkell / University of West England neue Lichtdruckfarbe entwickelt.
Graphik Chemical & Ink Co. / USA hat das Caligo Schwarz im Programm.

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Literatur Seitenanfang zurück vorwärts
Das Internetportal archive.org hat in seinem großen Fundus Bücher zum Lichtdruck.
The Internatonal Society of Bromoilists (ein verwandtes Verfahren) hat ebenfalls einige zum download.

Infos rund um Filme gibt es bei photographie.de , aber die Weltmarktübersicht der S/W-Filme ist weg und meine Anfrage blieb ohne Antwort.

Lit10, Lit14, Lit15 und Lit18 bieten einen guten historischen Gesamtüberblick.
Beim Lesen alter Literatur nicht vergessen ! Gradangaben für die Temperatur in Grad Reaumur!
100 Grad Celsius = 80 Grad Reaumur , Nullpunkt gleich

Lit 1 Kunstphotographische Edeldruckverfahren Heute
Frank Heidtmann, Berlin Verlag
Lit 2 Fachtheorie für alle Berufe der Druckindustrie
Eisenhut Leischner Rene, Gehlen Verlag
Lit 3 Tiefdruck und kleinere Druckverfahren
O.M. Lilien C.W. Gerhardt, Hiersemann Verlag
Lit 4 Bruckmann`s Handbuch der Drucktechnik
Erhardt D. Stiebner
Lit 5 Der Filmlichtdruck, ein neues Fettfarbenumdruckverfahren,
Otto Mente, Photographische Rundschau und Mitteilungen 1926 Nr. 63
Seite 51 55
Lit 6 Wodurch entsteht die Gelatinehärtung bei den Chromatverfahren ?
Dr. F. Schömmer wahrscheinlich Photographische Rundschau
Lit 7 Der Filmlichtdruck als Edelpositivverfahren
Max Bölling, Photographische Rundschau und Mitteilungen 1928 Nr. 65
S. 289 - 292, 375 - 377, 439 - 442
Lit 9 Die verschiedenen Methoden des Lichtdruckes geschichtlich,
August Albert, Halle/S 1900
Lit 10 Das Gesamtgebiet des Lichtdruckes und die Emailphotographie,
J. Husnik, 5. Aufl. Wien 1922 chemisch technische Bibliothek Nr. 22
Lit 11 Handbuch der modernen Reproduktionstechnik
2. Aufl. Bd. 2 Fritz Pfund 1924 Klimschs Graphische Bibliothek
Lit 13 Druckplattenherstellung im Lichtdruck
Werner, Poly Jahrbuch 1967 Frankfurt/M.
Lit 14 Der Lichtdruck an der Hand und Schnellpresse samt allen Nebenarbeiten,
August Albert, Enyklopädie der Photographie Nr. 32, 2. Aufl. 1906 Halle/S.
Lit 15 Handbuch über das Lichtdruck Verfahren
Julius Allgeyer, 2. Aufl. 1896 Leipzig
Lit 18 Der Lichtdruck und die Photolithographie
Julius Schnauss, 7. Aufl. 1906 Leipzig
Lit 19 Grundkenntnisse der Farbreproduktion
Tillmann Petersen, 1972 Stuttgart
Lit 20 Fette, Harze, Firnisse, Ruß, schwarze Farben
Eduard Valenta, 2. Aufl. 1925 Halle Verlag Wilhelm Knapp
Lit 21 Der Fettfarbenumdruck
Karl Sütterlin, Magdeburg
Lit 22 Die bunten Druckfarben
Eduard Valenta, 1914 Halle (Saale) Verlag Wilhelm Knapp
Lit 23 Die Harze, Kunstharze, Firnisse und Lacke
Dr. Hans Wolf, 1921 Sammlung G"schen
Lit 24 Heliogravüre
Willi Schuldes / Horst Sprang Verlag Otto Maier
Lit 25 moderne Verfahren für Reproduktion und Chemiegraphie
Ernst M. Schneider, Frankfurt Verlag Ullstein
Lit 26 Das Papier
Eduard Valenta, 1922 Halle (Saale) Verlag Wilhelm Knapp
Lit 27 Arbeitsblätter zur Farbenlehre
Gerhard Gairing, 1986 ISBN 3 88013 350 6 Verlag Beruf + Schule
2210 Itzehoe
Lit 28 Lithographie für Künstler
Kurt Lohwasser, 1980 ISBN 3 7625 1211 6 Bauverlag Berlin
Lit 29 Lehrbuch der Reproduktionstechnik
Rolf Ihme, 1984 ISBN 3 88013 203 8 Verlag Beruf + Schule 2210 Itzehoe
Lit 34 Lichtdruck
Dipl.Ing. Jürgen Passeyer Der Deutsche Drucker Nr.18 08.06.89
Lit 35 Untersuchungen von grenzflächenphysikalischen Eigenschaften
und deren Veränderungen an farb und wasserführenden Oberflächen
in Offsetmaschinen
J. Steidel, H. Urban, G.R. Joppien, G. Hübner, Chr. Hars
Institutsbericht 2/1988
Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren
der Technischen Hochschule Darmstadt
Lit 38 Grundlagen der Verfahrenstechnik
Bernd Kögl, Franz Moser, Springer Verlag
Lit 39 Compendium der practischen Photographie, F. Schmidt
Verlag Otto Nemnich, Karlsruhe 1896
Lit 40 The Light Sensitivity of Carbon Tissue
Report Nr.8 Carbon Tissue Commission, ERA
H. Gerding, J.W. Ypenburg University of Amsterdam 1963
Lit 41 Grundlagen der Verfahrenstechnik für Ingenieure
Hans Dieter Bockhardt, Peter Güntzschel, Armin Poetschukat
VEB Deutscher Verlag der Grundstoffindustrie

.
Parameterliste der eigenen Untersuchung Seitenanfang zurück

Vorlagen
'pv.01
'pv.02
'pv.03
'pv.04
'pv.05
'pv.06
Vorlagennummer
Titel
Technik
Lichter
Kontrast
Datum der übernahme
Testform
'pt.01
'pt.02
'pt.03
'pt.04
'pt.05
'pt.06
Nummer
Datum
Typ
Art
Material
T1 - T24
Dichtewerte

Negativ
'pn.01
'pn.02
'pn.05
'pn.06
'pn.07
'pn.08
'pn.09
'pn.10
'pn.11
'pn.36
'pn.39
'pn.40
'pn.37
'pn.38
'pn.12
'pn.13
'pn.14
'pn.15
'pn.16
'pn.17
'pn.18
'pn.19
Nummer
Datum
Maskenummer
Funktion
Maßstab
Passerkennung
Prozessnr
Filmtyp
Emulsion
Lichter
Meßgerät
Anzeige
Kontrast der Vorlage
Bemerkung
Filter1
Belichtung Zeit1
Blende1
Filter2
Belichtung Zeit2
Blende2
Filter3
Belichtung Zeit3
'pn.20
'pn.21
'pn.03
'pn.04
'pn.22
'pn.23
'pn.24
'pn.25
'pn.26
'pn.27
'pn.28
'pn.29
'pn.30
'pn.31
'pn.32
'pn.33
'pn.34
'pn.35
X1 - X24
N1 - N24
R1 - R24
Farb1 - Farb8
Blende3
Entwickler
Verdünnung
Lager
Entw. Zeit
Temperatur
Schleier
Kontrast
Schwärze
gamma
Offset
Dichteabw
Ndichte
Vdichte
max Abw
min Abw
Korrelation
Bewegung
Vorlagenwerte
Negativdichten
Regressionsgeradenwerte
8 Farbenskala Küpper

Druckplatte
'pp.01
'pp.02
'pp.06
'pp.07
'pp.08
'pp.09
'pp.04
'pp.10
'pp.11
'pp.12
'pp.13
'pp.14
'pp.15
'pp.16




Platte
Herstellung
Versuch
Gelatine
Sorte
Menge
Chromtyp
Bichromat
Alaun
Schicht
Quellzeit
Q Temp
Schmelzen
S1 Temperatur
Reifezeit
R Temperatur
2.Schmelzen
S2 Temperatur
'pp.17
'pp.18
'pp.19
'pp.20
'pp.21

'pp.22
'pp.28
'pp.23
'pp.24
'pp.25
'pp.26

'pp.27

'pd.04
'pp.03
'pp.29
Praeparation
P Temp
Trocknen
T Temp
Dunkelzeit
Vorbel.Zeit
Bel.Zeit
Nachbel.Zeit
Beleuchtung
Du.Reakt
Waschzeit
W Temp
Trockenzeit
Lager
Bemerkung
Schattendichte
Schatten Dosis
Lichter Dosis

Druck
'pd.01
'pd.35
'pd.02


'pd.09
'pd.10
'pd.11
'pd.12
'pd.13
'pd.14


'pd.15
'pd.16
'pd.17
'pd.18
'pd.19
'pd.05
'pd.20

'pd.21
Druck
Serie
Datum
Härtung
H Zeit
Glyzerin
Feuchtungs Art
F Datei
Klima Temp
rel.F.
Farbe
Feuchtzyklus
Fruhe
Firnisart
Firnis Menge
Farbstand
Walzentyp
W Hoehe
Färbezyklen pro Druck
Druckzyklen pro Druck
Druckgeschwindigkeit
Papier
'pd.22
'pd.24
'pd.25
'pd.26
'pd.27
'pd.28
'pd.29
'pd.30
'pd.31








'pd.03
'pd.06
'pd.07
Vorbereitungsart
Schleier
Kontrast
Schwaerze
Gamma
Offset
Korrel
Ndichte
Ddichte
NDUmfang
MIDABW
MAXDABW
Feu-1
DRANZ-1
Ruhe1
DRANZ1
Ruhe2
D1-D24
Dichteabfall pro Druck
Farbverreibezeit pro Druck
Farbtrocknung pro Druck

Auswertung
'aA.01
'pd.01
'pd.35
'pd.36
'aA.02
'aA.03
'aA.04
'aA.05
'aA.06
'aA.07
'aA.08
'aA.09
'aA.10
'aA.11
'aA.12
'aA.13
'aA.14
'aA.15
'aA.16
'aA.17
'aA.18
'aA.19
'aA.20
'aA.21
'aA.22
'aA.23
'aA.24
'aA.25
'aA.26
'aA.27
'aA.28
'aA.29
'aA.30
'aA.31
'aA.32
Datum
Drucknummer
Seriennummer
Druckanzahl / Serie
den variierten Parameter
maximaler Schleier
mittlerer Schleier
minimaler Schleier
maximaler Kontrast
mittlerer Kontrast
minimaler Kontrast
maximale Schwärze
mittlere Schwärze
minimale Schwärze
maximales Gamma
mittleres Gamma
minimales Gamma
maximaler Offset
mittlerer Offset
minimaler Offset
maximaler Korrelationsfaktor
mittlerer Korrelationsfaktor
minimaler Korrelationsfaktor
maximale Ndichte für Ddichte
mittlere Ndichte für Ddichte
minimale Ndichte für Ddichte
maximale Ddichte
mittlere Ddichte
minimale Ddichte
maximaler NDumfang
mittlerer NDumfang
minimaler NDumfang
sinnvoller Druckbereich
Vergleichs Kennwert zur Reproduzierbarkeit von Kennlinien
maximale Dichteabweichung eines Kennlinienfeldes

Feuchtungsbibliothek
'pv.01
'pt.01
'pn.01
'pp.01
'pp.22
'pd.32
'pd.33
'pd.34
'pd.35
'pd.36
'pd.37
'pd.38
'pd.39
n
'pD.01
Vorlagennummer
Testformnummer
Negativnummer
Plattennummer
Belichtungszeit
Auflage
Gesamtzeit der Feuchtungen
Gesamtanzahl der Feuchtungs Zyklen
Nummer des Feuchtungszyklus
Anzahl der Drucke dieser Serie
Ruhe vor dem Druck
Feuchtung
Ruhe
erreichte Druck Nr.
Abtropfzeit der gefeuchteten Druckplatten

Druckbeurteilung
'pd.24
'pd.26
'ed.3
'pd.23
'pd.30
'pd.25
'ed.7
'ed.8
'ed.9
'ed.10
'ea.1
'ea.2
'ea.3
'ea.4
Kontrast des Drucks
Gamma des Drucks
Linearit"t der Druckkennlinie
Belegung des Druckrandes
Lichter
Schatten
Korn
Schärfe der Abbildung
Auflösung in Strichen pro cm
Bildruhe
Anzahl der Drucke pro Feuchtung
Anzahl der gleichmäßigen Drucke pro Arbeitszyklus
Gesamtauflage der Platte
Kleben des Papiers an der Druckform

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